Die Vorgeschichte.

Die Blindenführhundschule des DDR Blinden- und Sehschwachenverbandes (BSV) in Berlin-Karlshorst, wurde 1959 eröffnet.

Da das Gelände geräumt werden musste, begann 1986 der Bau des Mobilitätszentrums, eine kombinierte Einrichtung mit Orientierungs- und Mobilitätstraining, LPF sowie Blindenführhundschule.

Dies war einzigartig in Europa. Das Haus verfügte über etwa 30 Zimmer, Aufenthalts- und Tagungsräume eine Turnhalle sowie einen Duft- und Tastgarten.

Es war, neben seiner eigentlichen Aufgabe, sehr beliebt für Veranstaltung der einzelnen Bezirksverbände des BSV.

Das Mobilitätszentrum wurde 1987 eröffnet und war bis zur Schließung im Jahr 2001 fast immer ausgelastet.

1986 begannen Roswitha Krüger und Mario Fiedler ihre Ausbildung als Führhundtrainer. Roswitha Krüger gehört heute noch zum Team der Stiftung Deutsche Schule für Blindenführhunde.

Mario Fiedler

Roswitha Krüger

Gedanken zur Gründung der Stiftung – von Mario Fiedler.

In der DDR wurden alle Kosten der Führhundausbildung und die Futtergeldpauschale von der staatlichen Versicherung getragen.

Nach der Wende wurde die OBZ gGmbH (ein Zusammenschluss der ostdeutschen Blindenverbände) und ab 1998 die SehHund gGmbH Träger der Schule in Karlshorst.

1992 besuchten ich die Stiftung Schweizerische Schule für Blindenführhunde in Allschwil und war begeistert. Danach reifte in mir der Gedanke, eine solche Institution auch für Deutschland aufzubauen. Mit viel Idealismus aber ohne Geld, begann ich meine Vision umzusetzen.

1995 war es dann soweit – die Stiftung Deutsche Schule für Blindenführhunde war gegründet und eingetragen.

Ich baute einen kleinen Stamm Patenfamilien auf, hatte eine Zuchthündin und habe vier Blindenführhunde für die Stiftung ausgebildet.

2002 hat die SehHund gGmbH ihre Pforten geschlossen und es wurden vier Mitarbeiter/-innen und der gesamte Hundebestand von 40 Hunden übernommen.

Wir benötigten dringend ein eigenes Objekt. Mein kleines Büro im eigenen Haus brach aus allen Nähten und der Platz für Zucht und Welpenaufzucht reichte natürlich auch nicht.

Mario Fiedler – Gründer Stiftung Deutsche Schule für Blindenführhunde

Die Grundstückssuche.

Wir haben uns einige hundert Grundstücke angeschaut, bis 2007 endlich das passende darunter war. Es liegt am Rande Berlins, ist verkehrstechnisch sehr gut zu erreichen und liegt in einem Gewerbegebiet. Wir konnten dies aus einer Zwangsversteigerung erwerben.

Plan für den Neubau und der erste Spatenstich.

Nun musste die nächste Hürde genommen werden. Erste Baupläne wurden besprochen, alle Mitarbeiter/innen konnten Vorschläge einbringen, zahlreiche Varianten wurden ausgearbeitet und wieder verworfen. Letztendlich musste ein Kompromiss gefunden werden, der das Beste mit den vorhandenen finanziellen Mitteln verbinden konnte. Als besondere Herausforderung erwies sich nun die Beantragung von Fördergeldern bei der Aktion Mensch. Nach 2 ½ Jahren wurden uns 50 % (175 T€) als Zuschuss gewährt. Glücklicherweise fanden wir in einer unserer Patenfamilien eine Architektin, welche sich in die besondere Materie Blindenführhundzucht hervorragend einarbeiten konnte.

Endlich war es soweit. Am 16. Oktober 2008 erfolgte der erste Spatenstich.

Besuch der Allschwiler Delegation am 7. November 2008 und die Zusammenarbeitsvereinbarung.

Nach diesem Besuch wurde in nur einem Monat eine Zusammenarbeit zwischen beiden Stiftungen ausgearbeitet und am 15. Dezember 2008 unterschrieben. Mit der daraus resultierenden finanziellen Unterstützung durch Allschwil, war es uns überhaupt erst möglich eine Aufstockung des Gebäudes und im Jahr 2010 den Ausbau des Dachgeschosses zu realisieren. Dafür möchten wir uns auch an dieser Stelle noch einmal herzlich bedanken! Die Änderungen konnten noch rechtzeitig geplant und von den Behörden genehmigt werden, so dass keine Bauverzögerungen eintraten.

Die weiteren Bauabschnitte und die fertige Schule mit Bildern vom Außen- und Innenbereich .

Wir danken unseren vielen Unterstützern die unsere Arbeit erst ermöglichen!

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